März 23, 2026

Rückblick auf die didacta 2026

Blick auf den Messestand „Zukunftsraum Schule“ der Heinz Trox-Stiftung auf der didacta. Im Vordergrund steht ein buntes Glücksrad, im Hintergrund sind blaue Informationswände und ein digitaler Ausstellungscube zu sehen.

Fünf Tage didacta, viele Gespräche und eine zentrale Erkenntnis: Die Frage, wie Kinder und Jugendliche lernen, lässt sich nicht von der Frage trennen, in welchen Räumen sie lernen. Mit dem Projekt „Zukunftsraum Schule“ war die Heinz Trox-Stiftung vom 10. bis 14. März 2026 auf der didacta in Köln vertreten. Im Mittelpunkt stand das Thema „Gesunde Lernräume – gesunde Köpfe: Gesundheit im Klassenzimmer“.

Die Messe hat gezeigt: Raumqualität ist längst kein rein technisches Thema mehr. Sie betrifft Bildung, Gesundheit, Chancengerechtigkeit und den Alltag an Schulen gleichermaßen. Temperatur, Akustik, Innenraumluft und Licht wirken jeden Tag auf Schüler:innen und Lehrkräfte ein – oft leise, aber spürbar. Genau deshalb braucht es einen ganzheitlichen Blick auf Lernräume.

Lernräume beeinflussen Gesundheit, Konzentration und Wohlbefinden

Überhitzte Klassenräume, schlechte Luft, hoher Geräuschpegel oder unzureichende Beleuchtung sind keine Randphänomene. Sie prägen den Schulalltag vieler Kinder, Jugendlicher und Lehrkräfte. Trotzdem werden diese Faktoren häufig erst dann thematisiert, wenn Probleme bereits sichtbar werden.

Ein zentrales Learning aus der didacta: Wer über Bildungsqualität spricht, muss auch über die räumlichen Bedingungen sprechen. Denn Lernen findet nicht im luftleeren Raum statt. Klassenräume, Fachräume, Flure und weitere Aufenthaltsbereiche sind Teil der täglichen Lern- und Lebensumgebung Schule.

Vier Faktoren, die zusammengedacht werden müssen

Mit „Zukunftsraum Schule“ hat die Heinz Trox-Stiftung auf der didacta einen ganzheitlichen Ansatz vorgestellt. Im Fokus standen vier zentrale Faktoren, die gemeinsam betrachtet werden müssen:

Temperatur: Wie stark beeinflussen Hitzebelastung und thermischer Komfort den Schulalltag?

Akustik: Welche Rolle spielen Lärm, Nachhall und Sprachverständlichkeit für Konzentration und Teilhabe?

Innenraumluft: Was bedeuten CO₂-Belastung und Luftqualität für Aufmerksamkeit, Gesundheit und Wohlbefinden?

Licht: Wie wirken Tageslicht, Beleuchtung und visuelle Ermüdung auf das Lernen?

Die Gespräche auf der didacta haben deutlich gemacht: Einzelmaßnahmen können helfen, aber nachhaltige Verbesserungen entstehen vor allem dann, wenn Raumqualität im Zusammenspiel gedacht wird.

Wissenschaft und Praxis müssen enger zusammenkommen

Ein weiterer wichtiger Impuls der Messe: Schulen und Schulträger brauchen praxisnahe Orientierung. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Raumklima, Akustik, Licht und Innenraumqualität sind wichtig – sie müssen aber so aufbereitet werden, dass sie im schulischen Alltag und bei Sanierungsentscheidungen nutzbar werden.

Genau hier setzt die Arbeit der Heinz Trox-Stiftung an. Das Projekt „Zukunftsraum Schule“ verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit Erfahrungen aus der schulischen Praxis. Begleitet wird das Projekt durch die Heinz Trox Wissenschafts gGmbH, die Forschungsergebnisse zu Raumklima, Akustik und Innenraumqualität in den schulischen Kontext einordnet und praxisnah aufbereitet.

Gute Lernräume sind eine gemeinsame Aufgabe

Die Gespräche auf der didacta haben ebenfalls gezeigt: Gesunde Lernräume entstehen nicht durch eine einzelne Perspektive. Es braucht den Austausch zwischen Schulen, Schulträgern, Wissenschaft, Planung, Politik und Praxis.

Schulleitungen und Lehrkräfte erleben die Auswirkungen von Raumqualität täglich. Schulträger stehen vor komplexen Fragen rund um Sanierung, Ausstattung und Finanzierung. Wissenschaftliche Partner können helfen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Maßnahmen einzuordnen. Genau in diesem Zusammenspiel liegt eine große Chance.

Unser Fazit: Der Klassenraum ist Bildungs- und Gesundheitsraum

Die didacta 2026 hat bestätigt, wie wichtig es ist, Lernräume stärker in den Mittelpunkt der Bildungsdebatte zu rücken. Der Klassenraum ist nicht nur ein Ort, an dem Unterricht stattfindet. Er ist ein Bildungsraum, ein Gesundheitsraum und für viele Kinder und Jugendliche ein zentraler Lebensraum.

Für die Heinz Trox-Stiftung ist klar: Gute Bildung braucht gute Räume. Dazu gehören gesunde Innenraumluft, angemessene Temperaturen, gute Akustik, gutes Licht und ein Bewusstsein dafür, dass räumliche Bedingungen unmittelbar auf Lernen, Konzentration und Wohlbefinden wirken.

Mit „Zukunftsraum Schule“ wird die Heinz Trox-Stiftung diesen Weg weitergehen: wissenschaftlich fundiert, praxisnah und im Dialog mit den Menschen, die Schule gestalten.

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