Der Leitfaden „Klassenräume SMART sanieren“ unterstützt Schulträger, Kommunen und Bildungseinrichtungen dabei, Lernräume gesund, lernförderlich und zukunftsfähig zu gestalten. Er verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Handlungsempfehlungen, unabhängig, praxisnah und verständlich.
Entstanden ist der Leitfaden aus der Überzeugung, dass gute Bildung gesunde Räume braucht und dass fundiertes Wissen dort ankommen muss, wo Entscheidungen getroffen werden.
Wenn Lernen unter Bedingungen stattfindet, die krank machen
Hohe Temperaturen, schlechte Luftqualität, unzureichende Akustik oder ungünstige Lichtverhältnisse sind in vielen Klassenzimmern Alltag. Die Folgen sind längst belegt: Konzentrationsprobleme, Leistungsabfall, gesundheitliche Belastungen für Schüler und Schülerinnen und Lehrkräfte. Gleichzeitig stehen Schulträger und Kommunen vor komplexen Entscheidungen:
- Welche Maßnahmen sind sinnvoll?
- Wo beginnen?
- Was ist kurzfristig umsetzbar und was langfristig notwendig?
Der Leitfaden gibt Antworten auf diese Fragen – faktenbasiert, verständlich und ohne Produktinteressen.
Von der Analyse zur Handlung
Der Leitfaden unterstützt dabei,
- die Qualität von Klassenräumen systematisch zu bewerten,
- zentrale Einflussfaktoren auf Gesundheit und Lernen zu verstehen,
- Maßnahmen zu priorisieren – von Soforthilfen bis zu Sanierungsstrategien,
- fundierte Entscheidungen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien zu treffen.
Dabei geht es nicht um Einzelmaßnahmen, sondern um das Zusammenspiel relevanter Faktoren im Raum.
TAIL – Temperatur, Akustik, Innenraumluft, Licht
Der Leitfaden basiert auf dem sogenannten TAIL-Ansatz. Er betrachtet Klassenräume ganzheitlich anhand von vier zentralen Faktoren:
- Temperatur: Hitzebelastung und thermisches Wohlbefinden
- Akustik: Sprachverständlichkeit und Lärmbelastung
- Innenraumluft: CO₂, Schadstoffe und Luftqualität
- Licht: Tageslicht, künstliche Beleuchtung und Sehkomfort
Alle Inhalte stützen sich auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und interdisziplinäre Forschung aus den Bereichen Bauphysik, Umweltmedizin, Pädagogik und Arbeitswissenschaft.
Gemeinsam für wissenschaftlich fundierte Orientierung
Der Leitfaden ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen der Heinz Trox-Stiftung und der Heinz Trox Wissenschafts gGmbH (HTx).
Die Rollen sind dabei klar getrennt und bewusst gestaltet:
- Die Heinz Trox-Stiftung initiiert und fördert das Projekt aus gesellschaftlicher Verantwortung heraus. Sie setzt den inhaltlichen Rahmen und stellt sicher, dass der Leitfaden unabhängig, neutral und gemeinwohlorientiert bleibt.
- Die HTx bringt wissenschaftliche Expertise ein, koordiniert Forschungsbeiträge und sorgt für die fachliche Qualität und Einordnung der Inhalte.
Diese Zusammenarbeit ermöglicht es, wissenschaftliche Erkenntnisse strukturiert aufzubereiten und für die Praxis nutzbar zu machen – ohne wirtschaftliche Interessen oder Produktvorgaben.
Eine Orientierung für alle, die Verantwortung tragen
Der Leitfaden richtet sich an:
- Schulträger und kommunale Entscheidungsträger
- Planer:innen und Architekt:innen im Bildungsbau
- Schulleitungen und Lehrkräfte
- Fachöffentlichkeit aus Wissenschaft und Verwaltung
Er dient als Entscheidungsgrundlage, Diskussionshilfe und Einstieg in eine systematische Auseinandersetzung mit gesunden Lernräumen.
Wissen teilen. Verantwortung übernehmen. Räume verbessern.